Engel

 

 

Wir alle bekommen Hilfe von den Engeln!  

SOFERN WIR DARUM BITTEN!

 

Klick ins Bild!
Klick ins Bild!

 

 

*Himmlische Engelbotschaften*

Der ENGEL-KALENDER von

Lilli Reicheneder und Inès Donath

  2013

 

 

 

*Der kleine Engel Abigail*

 

Abigail antwortete eines Tages auf ein Inserat im

„Engel-Anzeiger“.


„ENGEL GESUCHT“

stand da, und zwar solche,

die willens wären,

sich für die Teilnahme an einem großartigen Spiel

auf der Erde zu inkarnieren.


Und so war der Wortlaut der Anzeige:


ENGEL GESUCHT!
Voraussetzung:

Erfahrung im Bereich Inkarnation
Erwünscht:

Bereitschaft zum Reisen
Geboten wird die Teilnahme

am größten derzeit bekannten Projekt der Jetzt-Zeit.
Das Projekt trägt die Bezeichnung

„PLANET ERDE“.
Bewerbung nur für Fortgeschrittene möglich!
(Anfänger zwecklos)


Nun, Abigail war schon einmal auf der Erde gewesen,

genau zwei irdische Tage lang.

Und so hoffte sie,

das sei Qualifikation genug für den Job.


Vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch

saß sie im Wartezimmer zusammen mit anderen Engelbewerbern, die alle viel älter waren als sie selbst,

und lauschte deren Erzählungen über ihre

unterschiedlichen Inkarnations-Erlebnisse

auf dem Planeten Erde.

 

Was sie zu hören bekam,

ließ ihren Wunsch nur noch umso größer werden,

sie wollte unbedingt auch dorthin..


Schließlich war Abigail an der Reihe

und wurde hinein gebeten in das Büro des

*Personalchefs für Freiwillige Engel*.

 

Der warf nur einen Blick auf diesen winzigen Engel

vor ihm und kratzte sich an der geistigen Essenz

seines Kinns. „Abigail, Abigail, Abigail … wie um Himmelswillen bist du nur auf die Idee gekommen,

dass diese Position etwas sein könnte für so ein winziges Etwas an Unerfahrenheit wie dich?!

 

Abigail – es handelt sich hierbei um einen

sehr schwierigen und knochenharten Auftrag!“

 

Der *Personalchef für Freiwillige Engel* lächelte auf sie herab, während er sprach.


„Zuerst einmal musst du eine Liste anfertigen

mit all den Erfahrungen,

die du auf der Erde gewillt bist zu machen,

und das muss sorgfältig geplant sein.

Vergiss nicht, je härter die Erfahrung ist,

desto schneller verläuft dein persönliches Wachstum“,

fuhr er dann fort.


„Danach musst du diesen Plan deinem

*Engel-Laufbahnberater* zur Überprüfung einreichen.

Und falls dein Berater zustimmen sollte,

dann musst du losgehen

und dir für jeden einzelnen Teil deines Plans die erforderlichen Teilnehmer zusammensuchen,

die Spieler, die Retter in der Not, die Gegner.


Viele diese Spieler befinden sich bereits

auf dem Planeten Erde, daher muss zunächst

Kontakt aufgenommen werden mit ihrer

geistigen Essenz hier, damit sie sich mit dem Vertrag einverstanden erklären können“,

umriss der Personalchef die Problematik des Falls.


„Abigail, beim letzten Mal bist du nur als

Ersatzspieler für jemand anderen eingesprungen,

und das auch nur für ganze zwei Tage,

und du hast es verabscheut!

 

Wieso also jetzt?

Weißt du nicht mehr, als du zurückkamst,

wie schrecklich du das alles gefunden hast?

Weißt du noch, wie du geschworen hast,

du würdest so etwas niemals wieder tun?“

fragte der Personalchef.


„Ich weiß, Sir, aber es fühlt sich so an,

als müsste ich es einfach tun,

damit ich mehr Erfahrungen sammeln kann

und schneller weiterkomme auf meiner Evolutions-Spirale.

 

Ich meine, sehen Sie mich doch an, Sir –

ich bin immer noch winzig,

und dabei bin ich doch schon so lange hier!

 

Ja natürlich weiß ich, dass es auch andere Möglichkeiten zum Wachstum gibt –

aber die sind alle so furchtbar langsam!

Bitte nehmen Sie mich, Sir!

Ich werde mich selbst bestimmt nicht enttäuschen,

wenn Sie es tun!“ beteuerte Abigail ernsthaft.


„Abigail, du weißt, wie schwer es mir schon immer gefallen ist, dir etwas abzuschlagen.

 

Also gut, geh und stelle deine Liste zusammen

und mache einen Termin mit deinem Laufbahnberater!

Ich rufe ihn an und sage ihm, dass ich einverstanden bin“, gab der Personalchef schließlich nach.


„Vielen Dank, Sir!

Ich verspreche Ihnen,

sie werden stolz auf mich sein können.

Vielen Dank, dass Sie mir die Chance geben, Sir!

Ach, und würden Sie bitte dem Schöpfer ausrichten,

dass ich mich auch bei Ihm bedanke, Sir?“

Und damit schickte Abigail sich an, den himmlischen Verwaltungstrakt wieder zu verlassen.


„Ich werde es dem Schöpfer ausrichten,

Abigail, aber ich bin nicht ganz sicher,

ob es wirklich das ist, was der Schöpfer für dich im Sinn hatte, als er dich ins Sein hauchte.

Die Blaupause, die er dir mitgab, sieht eigentlich keine solchen Aktivitäten für dich vor!“

Die Stimme des Personalchefs klang ein wenig betrübt,

als er das sagte.


„Ich weiß, Sir“, sagte Abigail bittend,

„aber dies ist es, was ich wirklich ausprobieren will!“

 

Und damit verschwand sie endgültig.


Abigail arbeitete und schuftete,

bis sie endlich ihre Liste mit den Erfahrungen zusammengestellt hatte,

die sie für ihr eigenes Wachstum zu durchleben gewillt war.

 

Sie war ganz tief in sich hineingegangen und hatte dort dieses unbändige Verlangen, diese unstillbare Absicht zu wachsen gefunden. Sie konnte sich nicht vorstellen,

dass irgend etwas sie davon abhalten könnte,

die nächsten Schritte auf ihrer Entwicklungsspirale zu tun – alles würde sie auf sich nehmen, wenn sie nur endlich wuchs! Neben jedem Ereignis auf der Liste hatte sie sorgfältig vermerkt, welche Mitspieler sie jeweils für die erforderlichen Rollen brauchen würde

und mit wem sie einen Vertrag darüber abschließen musste.

 

Dann meldete Abigail sich im Büro ihres

*Engel-Laufbahnberaters*.

Sie präsentierte ihrem Berater sowohl

die Liste mit den geplanten Erlebnissen

als auch die Auflistung aller erforderlichen Mitspieler.


Der *Engelberater* vertiefte sich in die Liste

und las sie aufmerksam durch.

Dann hob er den Kopf und musterte den winzigen Engel nachdenklich.

„Abigail, deine Liste hat es aber ordentlich in sich!

Und du bist absolut sicher,

dass du wirklich durch all diese Schrecken,

alle die Tränen und die Trauer

und die Verzweiflung hindurch willst,

nur damit du schneller wächst?

Du weißt, es gibt auch andere Möglichkeiten zu wachsen – wir sprechen ja nicht zum ersten Mal darüber!“


Abigail antwortete:

„Ja, das ist wahr,

wir haben schon öfter darüber gesprochen.

Aber dies hier sind alles hilfreiche Erfahrungen,

die ich dringend brauche, damit ich
meine jetzigen Engelziele erreichen kann.“


„Ich verstehe“, sagte der *Berater-Engel*,

„schließlich war auch ich einmal ein kleiner Engel.

Du erinnerst dich aber noch an deine letzte Erfahrung,

nicht wahr?“ setzte er seine Befragung fort.


„Ja“, gab Abigail zu,

„aber dies hier ist wirklich wichtig für mich.

Bitte helfen Sie mir dabei, damit ich das tun kann!“


„Abigail, ich werde dir helfen, so gut ich irgend kann.

Nur – für uns hier wird es sehr schwer sein mit anzusehen, wie du durch diese Liste der Schrecken gehst,

die du dir da ausgearbeitet hast!“

stellte der *Engelberater* fest.

Und er mahnte noch einmal zur Vorsicht:

„Wenn du erst auf der Erde bist,

dann bist du an den Vertrag gebunden

und musst wirklich da hindurch,

denn ein Zurück gibt es dann nicht mehr.

Hast du das auch wirklich gut verstanden?“


„Ja, das ist mir klar“,

antwortete Abigail und fühlte, wie die Anspannung allmählich in ihr wuchs.

 

„Aber ich kann es schaffen!“


„Und du weißt auch, dass es noch eine alternative Möglichkeit gibt, nicht wahr, Abigail?

Du könntest zum Beispiel für jemand anderen ein Schutzengel sein.

Auch das würde dir die Gelegenheit zum Wachstum

und zu irdischen Erfahrungen geben!“

wandte der Engelberater noch einmal ein.


„Weiß ich“, sagte Abigail.
„Aber es dauert dann viel länger mit dem Wachsen

als bei diesem Weg hier!

Wachstum ist für mich jetzt am allerwichtigsten!“


„Okay.

Dann geh und sammele deine Mitspieler ein

und sag ihnen, sie sollen einen Termin bei mir machen!“

 

Der *Berater-Engel* musste sich seine Zustimmung

förmlich abringen.


„Vielen, vielen Dank!

Ich wusste, dass ich mich auf Ihre Hilfe und Unterstützung verlassen kann!“ freute sich Abigail.


„Da wäre noch eine Sache, Abigail“,

hielt der *Berater-Engel* den kleinen Engel noch zurück. „Ich selbst werde mich freiwillig

als einer deiner Schutzengel melden.

Zumindest kann ich dir dann die Liebe schicken,

die du so sehr verdienst, selbst wenn du dich weder an dieses Gefühl noch an mich erinnern kannst,

solange du dort bist!

Abigail – dir ist doch klar,

wie schwer es uns fallen wird,

mir und all denen, die du ausgewählt hast,

das alles mit anzusehen …?“


Abigail schaute ihrem Engelberater in die Augen.

„Ja. Dass Du bei mir sein wirst dort,

das bedeutet mir sehr viel.

Ich weiß, es wird mir helfen. Danke!“


„Abigail, die Materie ist so dicht auf der Erde

und deine Erinnerung wird vollkommen vor dir verborgen sein, wie hinter einem dichten Schleier, aber ich versichere dir, ich werde tun, was immer in meiner Macht steht, damit du dich erinnerst!“ versprach der *Berater-Engel* noch.


Abigail lächelte, aber sie wirkte noch ein bisschen angespannter, als sie ihr Dankeschön wisperte.
Alle geplanten Mitspieler fanden

sich nach und nach im Büro des *Berater-Engels* ein

und erklärten sich traurig mit den ihnen zugedachten Rollen einverstanden. Sie alle hofften immer noch, Abigail würde ihre Meinung noch ändern und mindestens die Hälfte von ihrer Erfahrungsliste streichen.

Niemand wollte wirklich die für ihn vorgesehene Rolle spielen, sie alle redeten fieberhaft auf Abigail ein und versuchten, sie davon abzubringen.

Keiner von ihnen war sich sicher, ob Abigail überhaupt ahnte, zu was sie sich da verpflichtete.

Aber weil sie den kleinen Engel alle so sehr liebten, stimmten sie schließlich schweren Herzens zu.

Die Rollen, die die meisten von ihnen zu spielen hatten, waren abscheulich und gemein, und niemand wollte das eigentlich.

Aber sie verstanden Abigails Sehnsucht nach Wachstum, und daher akzeptierten sie es

schließlich in bedingungsloser Liebe.


Abigail nahm mit ihrer künftigen irdischen Mutter

über deren spirituelles Selbst Kontakt auf.

Ein Geburtsvertrag wurde geschlossen und das irdische Datum dafür festgesetzt. Die spirituellen Essenzen aller bereits auf der Erde befindlichen Mitspieler wurden ebenso kontaktiert und unter Vertrag genommen.
Der Zeitpunkt für Abigails Abstieg

in die Materie war gekommen.

Ein letztes Mal verhandelten alle mit Abigail und flehten,

sie möge ihnen doch den Vertrag erlassen –

aber es nützte nicht das Geringste.

 

Wer nicht bereits auf der Erde war,

stellte sich in einer Reihe auf, um sich alle seine Erinnerungen tief verschleiern und anschließend den kleinstmöglichen Anteil seiner Essenz vom Großen Selbst abtrennen zu lassen.

Und sie alle erlebten, wie dieses winzige Teilchen ihrer wahren Essenz hinaus in die Dunkelheit geschleudert wurde – es fiel und fiel und fiel und wurde dabei immer schwerer und schwerer, bis es schließlich in sein materielles Gefäß,

in seinen biologischen Körper eintauchte.


Abigails Schutzengel und die Schutzengel aller Mitspieler hatten bereits auf ihre Ankunft gewartet.

Und so konnten ihre Erfahrungen auf der Erde beginnen.


Abigails spirituelle Familie

und ihre Schutzengel schwebten um eine von Hunger
geplagte aidskranke Mutter herum,

die gerade im Begriff war, ihr siebtes Kind zur Welt zu bringen. Alle sechs Kinder waren ihr gestorben,

denn die Mutter konnte nicht einmal sich selbst ernähren, geschweige denn ihre Kinder.

Diese Mutter lebte in einer der

gewalttätigsten Gegenden der Erde.


So kam also Abigail als Kind

einer an AIDS erkrankten Mutter zur Welt,

und diese gab ihr nach der Geburt den Namen Mary.

Mary war selbst mit dem Virus infiziert.

Die Mutter nahm dieses winzigkleine,

halbverhungerte Baby in die Arme,

drückte es an sich und konnte einfach nur weinen.

Die Mutter sah ihr noch feuchtes Neugeborenes

voller Liebe an und sagte:

„Weißt du, ich kann dich nicht füttern,

und ich bin selbst so krank. Ich weiß nicht, was aus Dir werden soll, aber vielleicht überlebst du ja.“

 

Und eine Träne rollte über ihre Wange und benetzte Marys kleines, nasses Gesichtchen.
Mary schrie und schrie, hungrig, nass und voller Angst.

Ihre spirituelle Familie und ihre Schutzengel versammelten sich ganz dicht um sie und sandten ihr Liebe.

Alle Essenzen der Höheren Selbste sahen zu

und sandten ihr ebenfalls ihre Liebe.

Es schien so, als würde sich Mary ein wenig beruhigen,

aber das hielt nur für wenige Augenblicke vor.

Dann begann sie wieder zu weinen.

Soldaten hörten das Babygeschrei

und traten die Kiste beiseite,

unter der Marys Mutter während der Geburtswehen

Schutz gesucht hatte.

Die Mutter töteten sie mit einem einzigen Schuss.

Das wenige Minuten alte Neugeborene

packten sie an einem Beinchen,

äußerten etwas wie

„noch so ein Mädchen – das fehlt gerade noch“

und schleuderten es gegen eine Mauer.

Marys winziger Kinderkörper wurde schlaff.

Die Soldaten kümmerten sich nicht weiter darum,

ob Mary tot war oder nicht und gingen weiter.

Ihr spirituelle Familie und ihre Schutzengel aber

schwebten ganz nah an sie heran,

Marys Höheres Selbst sandte starke Strahlen der Liebe.

Sie versuchten sie mitzunehmen,

aber Mary klammerte sich an ihr irdisches Leben

und wollte nicht loslassen.

Da sandten sie ihr Liebe und weinten um sie

und sandten ihr noch mehr Liebe.


Eine alte Frau bog um die Ecke und als sie das Baby sah, nahm sie es auf.

Sie hüllte es in ihr Schultertuch und nahm es mit.

Füttern konnte sie Mary nicht,

aber sie konnte sie ein paar Augenblicke lang

in den Armen halten und ihr Liebe geben.

Dieses arme kleine Mädchen tat ihr so unendlich leid.

Es war kein Leben für Frauen in diesem Land,

das von Hass überschwemmt war.


Die alte Frau brachte Mary zu einer Gruppe anderer Frauen, die um ein Lagerfeuer saßen,

um sich ein wenig aufzuwärmen.

Eine von ihnen hatte gerade ihr eigenes Baby verloren,

das sie selbst gestillt hatte.

Sie nahm das schlaffe kleine Mary-Bündel auf den Arm

und versuchte das Baby zu säubern,

so gut sie es ohne Wasser eben vermochte.

Sie begann leise zu singen und wiegte das Kleine

hin und her. Mary öffnete schließlich die Augen.

Die freundliche Frau schenkte ihr ein Lächeln,

dann gab sie ihr die Brust und Mary schlief ein.

Marys Höheres Selbst ließ sie nicht aus den Augen

und schickte Liebesstrahlen hinunter,

während ihre spirituelle Familie und ihre Schutzengel niemals von ihrer Seite wichen.


Marys Leben verbesserte sich auch danach nicht,

sondern eine schreckliche Erfahrung folgte auf die andere. Marys Höheres Selbst strahlte unermüdlich Liebe auf sie herab, und immer waren ihre Schutzengel bei ihr,

genau wie ihre spirituelle Familie.

Sie sandten ihr Liebe, sie verließen sie niemals.

Sie besuchten sie in ihren Träumen und versuchten beständig, Marys Erinnerung wachzurufen,

damit sie wieder wusste,

wer sie waren und dass sie jedes einzelne ihrer schrecklichen Erlebnisse selbst geplant hatte.


Mary aber fühlte sich einfach nur allein,

traumatisiert und in ständiger Angst gefangen.

Ihr Leben währte zwar im Verhältnis zu vielen anderen

der Dorfbewohner nur kurz, 15 Jahre,

aber das tat nichts zur Sache.

Tag für Tag erwachte Mary und wünschte, sie wäre tot.

AIDS hatte ihren Körper fast völlig zerstört.

Sie hatte Hunger, sie war krank,

sie fühlte sich von niemandem geliebt.

Marys Höheres Selbst sah das alles

und strahlte Liebe herab,

ihre Schutzengel und ihre spirituelle Familie

waren immer da und schickten ihr Liebe.

Sie ließen nicht nach in ihren Bemühungen,

den Kontakt mit ihr herzustellen,

und sie bedienten sich dabei der äußersten Mittel,

die das Universelle Gesetz des Freien Willens

gerade noch zuließ.

Aber kein Funke der Erinnerung dämmerte.


Der Augenblick kam,

als sie ihren letzten irdischen Atemzug tat.

Marys Höheres Selbst sah zu,

strahlte Liebe und freute sich auf die Wiedervereinigung, Ihre Schutzengel und ihre spirituelle Familie waren die ganze Zeit über niemals von ihrer Seite gewichen.

Erst als sie ihren letzten Atemzug tat,

da glomm ein Funke des Wiedererkennens in Mary auf,

als nämlich ihr Schutzengel

(ihr ehemaliger Berater-Engel)

mit ihr sprach und ihr erklärte,

was da vor sich ging und dass es Zeit sei,

nach Hause zurückzukehren.


Sie lächelte und wandte ihm ihr Gesicht zu,

dann begann sie mit ihm zu reden.

Die paar Menschen,

die sich um ihren sterbenden Körper versammelt hatten, konnten sich nicht erklären,

warum sie lächelte

und mit wem sie da zu sprechen versuchte.


Die Engel und ihre spirituelle Familie

scharten sich um ihre winzige Essenz,

als diese das Gefäß der Materie verließ

und die Rückreise antrat, um sich wieder mit der Hauptessenz ihres Höheren Selbsts zu vereinen.

 

Ihr *Berater-Engel*

(der ehemalige Schutzengel) erklärte ihr:


„Abigail, du wirst eine Zeit der Stille

und der Reflexion brauchen,

um das zu verarbeiten und in dich aufzunehmen,

was du während dieser Inkarnation erlebt hast.

Es ist also vollkommen in Ordnung,

wenn du jetzt nicht sprechen möchtest.

Wir sind so überaus stolz auf dich!

Du hast tatsächlich getan,

was du geplant hattest und du hast dein Bestes gegeben.

Du hast dir wahrlich das Wachstum verdient,

nach dem du so verlangt hast auf dieser Reise!“


Abigail lächelte, sah ihren *Berater-Engel* an und sagte:

„ Weißt du, während ich mitten drin war,

schien es mir überhaupt nicht so traurig zu sein

wie während der Rückschau, als ich es mit meinen spirituellen Augen noch einmal an mir vorbei ziehen ließ!

Du hattest so Recht damals – bevor ich ging,

hatte ich gar nicht richtig begriffen,

wie viel Trauma ich tatsächlich für mich eingeplant hatte. Ich bin froh, dass es vorbei ist.

Auf der Erde habe ich manchmal im Traum gemerkt,

dass ihr versucht habt, Kontakt mit mir aufzunehmen.

Ich habe jedes Mal versucht,

einen Schritt in Eure Richtung zu tun –

und dann war der Moment auch schon wieder vorbei.“


Sie sah hinüber zu all den anderen,

die ihren Rollenvertrag zu ihrem Drama mit ihr abgeschlossen hatten und sagte:

 

„Ich möchte Euch danken dafür,

dass ihr das für mich getan habt!

Und ich möchte, dass Ihr mir verzeiht.

Ich weiß jetzt, dass ich euch gebeten habe,

die Rollen eines Mörders und Vergewaltigers

und aller möglichen gemeinen Wesen zu übernehmen.

Ihr habt das getan, weil ihr mich liebt.

Ich konnte dadurch mein Wachstum bewerkstelligen,

und dafür bin ich euch allen zutiefst dankbar!

Niemand nennt mich jetzt mehr *die winzige Abigail*,

denn ich bin in dieser Zeit unglaublich gewachsen!“

 

Gechannelt von Carolyn Ann O’Riley.



 

 

*Botschaften der Erzengel*

 

  Hier findest du wundervolle Botschaften

von


 ERZENGEL MICHAEL

 

 

Erzengel Michael beschützt uns,

wenn wir ihn darum bitten!

 

 

 

 

 

 

 

 

*Weißt Du wie ein Engel ist?*

Es ist jemand der denkt immer daran

wie er Dich nur glücklich machen kann.


Es ist jemand der immer zärtlich zu Dir ist

und der Dich so sein lässt wie Du bist.


Es ist jemand der vergisst, dass er selber wichtig ist.
Es ist jemand der weint und lacht mit Dir,

der wünscht er wäre immer nur bei Dir!


Es ist jemand der Dich liebt,

und der alles für Dich gibt.


Es ist jemand der nie vergisst und dafür sorgt,

dass Du nie einsam bist.


Es ist jemand der hört Dich immer an,

zu dem Du immer kommen kannst.


Es ist jemand an den halte fest,

denn es ist jemand der Dich nie verlässt.

*DEIN ENGEL*

 

 

  *Was sind Engel?*

 

 Engel sind Menschen,
die das Licht durchlassen.
Wo sie sind, wird alles hell und klar.
Engel sind Menschen voller Leben, die zum Leben bringen,

was tot ist.

Engel sind Menschen,

die ein Stück Freude aus dem Paradies mitbringen.

Glaub mir:
Engel sind Wesen von Fleisch und Blut,

die auf unsichtbare Weise die Welt im Lot halten.

Tief in ihnen fühlst du etwas von dem
Geheimnis einer unergründlichen Güte,
die durch alles hindurch zu den Menschen will.

In ihnen wird eine Liebe fühlbar,
die dich umarmen möchte.

Du hast ein Problem.
Du kommst nicht klar.
Und wie durch eine unsichtbare Antenne bekommt irgend jemand eine Eingebung, eine Art Befehl, sich an dich heranzumachen und dir zu helfen, dir den rettenden Tipp zu geben oder ein verstehendes, tröstendes Wort.

"Du bist ein Engel", sagst du dann.

Du sagst es zu einem Mann, einer Frau, einem Jungen, einem Mädchen. Geschlecht und Alter spielen keine Rolle.

Es kommt etwas Gutes, etwas Herrliches zu dir.
Das Leben wird hell, und alle Qual ist weg.

Aber Engel kommen nicht auf Bestellung.
Manchmal kommen sie ganz unerwartet.
Manchmal sind sie da, und man merkt es kaum;
sie zeigen dir den Weg und verschwinden wieder.

Ich hab schon viele Engel getroffen.
Manchmal hielten sie mitten auf der Strasse an,

kamen aus der Menschenmenge heraus,

reichten die Hand,
lösten ein Problem,

und dann verschwanden sie wieder im Gewühl der Strasse.

Mitten in der Menschenmenge, namenlos,

ohne auf Dank zu warten.

Es gibt noch Engel in der Welt.
Aber es sind zu wenige,

darum herrscht noch so viel Dunkel und Elend.

Gott sucht nach Engeln unter den Menschen heute.
Aber so viele Menschen sehen ihn nicht mehr, hören ihn
nicht mehr. Ihre Antenne ist beschädigt oder zerbrochen.
Sie empfangen nichts mehr und geben nichts mehr weiter.

Komm, du bist ein Engel!
In deiner Umgebung sind genug Menschen,
für die du ein Engel sein kannst.

 


 

 

*ORBS*

Lichtboten einer höheren Dimension

Orbs sind Zeugen der unendlichen Dimensionen.

Es ist Zeit zu erwachen.

Durch die technische Hilfe der Digitalkamera haben wir die Chance, die Wirklichkeit der göttlichen Welt zu sehen.
Und diejenigen, die sich noch an die

Staub- und Wassertropfen-Theorie klammern,

werden eines Tages

auch ihr Bewusstsein dafür öffnen.


INFO

 


 

 

 

 

Mein Schutzengel fragte mich:

"Was ist dein Wunsch für dieses Jahr?"

Ich antwortete:
"Passe bitte gut auf den Menschen auf,
der diese Nachricht gerade liest!" ♥

 


 

 

*Reich mir deine Hand*

 

 

 

*Bitte die Engel um ihre Hilfe*

  Sie werden für dich da sein!

 

 

 

 

*ENGEL*

Boten des Göttlichen

 

 

 

 

*Eine kleine Seele spricht mit Gott*


 

Einmal vor zeitloser Zeit,

da war eine kleine Seele die sagte zu Gott:


"Ich will Dich nicht verlassen."

 

„Gut“, antwortete Gott mit einem Lächeln,

„ das wirst du auch niemals müssen“.

 

Das konnte die kleine Seele aber nicht verstehen.

Schließlich war heute der Tag

an dem sie geboren werden sollte.

Und sie hatte immer gedacht:


Wenn man auf die Welt kommt, muss man den Himmel verlassen. Tatsächlich stand die kleine Seele schon in der Schlange und war nur noch ein paar Schritte von dem Tor entfernt, durch das man auf die Erde gelangt.

 

„Muss ich mich fürchten?! Fragte die kleine Seele.

„Aber nein!“ sagte Gott und lächelte wieder.

„Heute ist doch ein Freudentag. Es ist dein Geburtstag!“

 

„Ich weiß“, jammerte die kleine Seele,

„aber heute ist auch der Tag an dem ich dich und den Himmel verlassen muss, und das macht mich traurig.“

 

Gott umarmte die kleine Seele.

„Ich werde immer bei Dir sein.

Du kannst mich gar nicht verlassen,

denn wo du auch hingehst, ich werde mit dir kommen.“

 

„Wirklich?“ fragte die kleine Seele.

In ihren großen Augen lag Hoffnung.

 

Schnell antwortete Gott: „Aber sicher!“

Wenn du mich brauchst, musst du nur nach mir rufen.

Und du wirst sehen, dass ich immer da bin.“

 

„Und was ist, wenn etwas schief geht?“,

fragte die kleine Seele und begann zu zittern.

„Ich meine doch nur…. IMMER ist ganz schön lang!

Was passiert, wenn ich etwas falsch mache?

Wirst Du dann trotzdem da sein

oder bist du mir dann böse und bleibst weg?“

 

„Natürlich nicht“, antwortete Gott und lächelte sanft.

„Ich bin niemals böse auf dich!

Wwarum sollte ich denn böse mit dir sein,

nur weil du einen Fehler machst?

Jeder macht Fehler!“

 

„Du etwa auch?“, wollte die kleine Seele wissen.


„Na ja“, lachte Gott,

„manche Kinder sind zum Beispiel der Ansicht, ich hätte das Gemüse nicht unbedingt erfinden müssen… :O)“

 

Die kleine Seele fühlte sich schon besser.

„Prima“, sagte sie.

„Das heißt also, du bist immer bei mir. Gut zu wissen.

Das ist dann ja fast so wie im Himmel.“

 

Gott lächelte. „Du bist dann immer noch im Himmel!

Du kannst den Himmel gar nicht verlassen,

denn er ist das Einzige, was ich je erschaffen habe!

Wohin du auch gehst, überall ist Himmel.“

 

„Sogar auf der Erde?

Kann ich auch im Himmel sein, wenn ich auf der Erde bin?“

 

Da zwinkerte Gott mit den Augen. „Gerade auf der Erde!

Die Erde ist einer der schönsten Orte im Himmel!“

 

„Dann kann´s von mir aus jetzt losgehen“, sagte die kleine Seele, „das wird bestimmt Spaß machen!“

 

„Das wird es“, stimmte Gott der kleinen Seele zu.

„Mehr Spaß, als du dir vorstellen kannst!

Und mach dir keine Sorgen.

Selbst wenn du vergessen solltest,

dass es mich gibt und was ich dir gesagt habe, ein ganz besonderer Freund wird immer für dich da sein und dir helfen.“

 

Die kleine Seele war schockiert. „Dich vergessen?

Wie könnte ich Gott vergessen?“

 

„Oh“, lächelte Gott, „du würdest überrascht sein.

Es gibt Menschen, die mich immer wieder vergessen.

Und fast jeder vergisst mich ein oder zwei Mal…“

 

„Mir würde das nicht passieren“,

 

erklärte die kleine Seele ernst.


„Ich werde dich niemals vergessen!“

 

„Das ist schön“, sagte Gott.

„Aber mach dir keine Sorgen, wenn es trotzdem passiert. Marius wird immer bei dir sein.“

 

„Marius? Wer ist denn das?“ fragte die kleine Seele.

 

„Dein ganz besonderer Freund!

Marius ist ein Engel,

der dein ganzes Leben bei dir bleiben wird.

Egal was passiert, es wird immer jemand da sein der dir hilft.“

 

„Toll“, rief die kleine Seele.

„Ein Engel, der einen Beschützt!“

 

„Ganz genau“, sagte Gott.

„Man nennt sie auch Schutzengel.

Schau, deiner ist dort drüben.

Er wartet schon auf dich und will dich auf die Erde begleiten.“

 

„Moment mal“, sagte die kleine Seele, „heißt das etwa, dass ich einen Schutzengel habe, der Marius heißt?“

 

„Na ja“, sagte Gott, „Adrian hatte keine Zeit.“

 

„Oh“, die kleine Seele nickte und tat so, als würde sie verstehen. Doch sie verstand überhaupt nichts.

 

„Marius wird immer bei dir sein und dir alles erklären“, versicherte Gott der kleinen Seele.

„Aber du solltest dich beeilen. Schau nur, du bist jetzt dran, gleich wirst du geboren!“

 

Und genau so war es.

Die kleine Seele war nur noch einen Schritt von dem Tor entfernt, durch das man auf die Erde gelangt.

Es stand keiner mehr vor ihr.

Sie sang ganz fröhlich:

„Jetzt werde ich einen Körper haben!

Jetzt werde ich einen Körper haben!“

 

„Ja, das wirst du“,

sagte Gott mit einem breiten Grinsen.

„Also los! Auf geht´s!

Lass es dir gut gehen!

Und vergiss nicht, nach mir zu rufen, wenn du mich brauchst!“

….und so wurde die kleine Seele geboren.

 

 

OOOOH, JETZT BIN ICH DA“,

frohlockte die kleine Seele, kurz nachdem sie als Baby auf die Welt gekommen war. Für alle anderen im Raum klang es wie schreien, aber in Wirklichkeit sang die kleine Seele.

„Ich bin jetzt nicht mehr nur eine Seele!

Jetzt hab ich auch einen Körper!“

 

„Ja, jetzt bist du da!“,

sagte Marius, der etwas entfernt stand,

und er sang mit der kleinen Seele.

Da sich viele Menschen um das kleine Baby drängten, wollte der Schutzengel sichergehen, dass sie genug Platz hatten.

 

Da hörte die kleine Seele jemanden sagen:

„Es ist ein Mädchen!“

Und alle riefen „Ooooh!“ und Aaaah!“

und manche klatschten sogar in die Hände.

Da sagte jemand: Herzlich willkommen Miriam!“

 

„Heiße ich jetzt etwa so?“ fragte die kleine Seele.

„Ja“, antwortete Marius und strahlte übers ganze Gesicht.

„Ist das nicht aufregend?!“

 

„Und wie!“, rief die kleine Seele.

„Ich glaube jedenfalls, dass es das ist.“

Sie war ganz verwundert, denn in diesem Moment wurde sie von jemandem hochgehoben, den sie gar nicht kannte!

 

„Mach dir keine Sorgen“, sagte Marius.

“Das ist die Ärztin.

Sie will nur schauen, wie viel du wiegst und wie groß du bist.

Du wirst untersucht; man will sich davon überzeugen,

dass alles in Ordnung ist.“

 

Und während die Ärztin und Krankenschwester ihren Körper untersuchten, dachte die kleine Seele weiter nach.

 

Schließlich fragte sie: “Ist es schön, ein Mädchen zu sein?“ „Natürlich!“ Es ist einfach wunderbar!“ antwortete Marius.

„Ist es besser, ein Mädchen zu sein als ein Junge?“

„Nein.“

„Heißt das etwa, dass es besser ist,

ein Junge zu sein als ein Mädchen?“

„Nein.“

„Du meinst also, keines von beiden ist besser?“

„Genau das meine ich“, stimmte Marius zu.

„Und lass dir von niemanden erzählen, dass es anders ist!“

 

„Wieso sollte jemand so etwas anderes sagen?“,

wunderte sich Miriam.

„Nun ja“, antwortete Marius,

„manche Menschen verstehen die Dinge eben nicht mehr,

die dir als Baby ganz klar sind. Sie sind groß geworden und haben dabei vieles vergessen.“

 

„Stimmt“, sagte Miriam.

„Irgendjemand hat mir vorhin erst erzählt,

dass wir Dinge vergessen.

Aber ich kann mich nicht mehr erinnern wer es war…“

 

„Ich werde es dir später sagen“, versprach Marius.

Jetzt musst du dich zuerst einmal daran gewöhnen, das du einen Körper hast.“

 

 Die kleine Seele, die jetzt Miriam hieß,

schaute sich im Zimmer um. Sie sah viele andere Körper und jeder schien mit irgendetwas Wichtigem beschäftigt zu sein. Dann fragte sie Marius:

„ Hast du eigentlich auch einen Körper?“

 

„Schutzengel haben keinen Körper“, erklärte ihr Freund.

„Aber wenn es hilfreich ist, kann es so aussehen,

als hätten sie einen.

Soll ich manchmal so tun, als hätte ich einen,

damit du mich sehen kannst?“

 

„Ja bitte“, sagte Miriam.

„Das wäre toll.“

Und siehe da: Marius nahm die Gestallt eines Menschen an.

Er stand direkt neben einer Krankenschwester,

die Miriam gerade badete.

 

„He, ich kann dich sehen!“ rief Miriam erfreut.

„Gut. Nun merke dir einfach, wie ich aussehe. Denn es kann sein, dass du mich bald nicht mehr sehen kannst.“

 

„Warum denn nicht? Gehst Du fort?

Gott sagte doch,

dass du mein ganz besonderer Freund bist

und dass du immer bei mir bleibst.“

 

Ich werde auch immer bei dir sein!“, sagte Marius bestimmt. „Ich gehe nirgendwohin. Aber manchmal, wenn du anderen Menschen erzählst, dass du deinen Schutzengel siehst,

werden sie sagen, dass es so etwas gar nicht gibt.“

 

Miriam war sprachlos.

„Aber wieso denn?“, wollte sie schließlich wissen.

 

„Weil sie mich nicht sehen können. Deshalb glauben sie nicht, dass du mich sehen kannst. Und dann werden sie sagen, dass es mich nur in deiner Einbildung gibt.“

 

„Und ist das so?“,

fragte die kleine Seele und zwinkerte mit den Augen.

 

„Ja.

Aber das heißt nicht, das es mich nicht auch wirklich gibt“, antwortete Marius.

„ Alles was es in deiner Vorstellungskraft gibt,

ist so wirklich, wie du es machst.

Denke immer daran!“

 

Darüber musste Miriam lange nachdenken –

„lange“ für ein Baby, in Wirklichkeit war es nur ungefähr eine Minute. Dann verzog sie das Gesicht.

„He! rief sie. „Das Wasser wird kalt!“

 

Marius bewegte sich auf die Krankenschwester zu.

„ Au weia“, sagte er.

„Sie hat einen Fehler gemacht.

Sie hätte warmes Wasser dazugeben müssen.

Mal sehen, ob ich sie dazu bringen kann, dass sie es merkt.“ Und er flüsterte der Schwester etwas ins Ohr.

 

Und siehe da, genau in diesem Moment goss die Schwester schönes, warmes Wasser nach.

 

„Sie hat etwas falsch gemacht“, sagte Marius.

„Wirst du ihr verzeihen?“

 

Die kleine Seele dachte nach. Schließlich fragte sie:

„Was bedeutet: ihr verzeihen?“

 

Da wurde Marius klar,

dass er noch einiges zu tun haben würde.

Die kleine Seele hatte sogar vergessen,

warum sie auf die Erde gekommen war!

Sie hatte das Tor zur Erde durchschritten und alles war vergessen! Sie wusste nicht einmal mehr, dass sie geboren werden wollte, um erfahren zu können was verzeihen ist.

 

Oh, das ist wirklich der Teil der Geschichte,

den du noch nicht gehört hast.

Weißt du... die kleine Seele hatte darum gebeten,

geboren zu werden, weil sie erleben wollte,

was es heißt zu verzeihen.

Als die kleine Seele noch nicht auf der Erde war, hatte sie verstanden, dass jeder auf dieser Welt ist,

um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln…

Und die kleine Seele wollte wissen,

wie sich Verzeihen anfühlt.

Deshalb hatte sie Gott gebeten,

auf die Erde kommen zu dürfen.

Aber jetzt hatte sie all das schon vergessen!

 

„Ich werde dir gleich erzählen, was es bedeutet zu vergeben“, sagte der Schutzengel zu Miriam.

„Aber das wird länger dauern. Im Moment bist du mit etwas anderem beschäftigt.“

 

Und das war sie dann tatsächlich. Die Schwester trocknete Miriam mit einem großen, weichen Handtuch ab. Danach schaute sich jeder im Raum ihre Hände, Füße, Ohren und ihren ganzen Körper an. Und alle schienen froh zu sein, denn sie sagten: „Was für ein hübsches Baby!

Es ist einfach vollkommen!“

 

„Na gut“, sagte die kleine Seele, was kommt jetzt?

 

Ich habe einen Körper und ich weiß wer ich bin.“

 

„Was glaubst du denn wer du bist?“, fragte Marius.

 

„Das bin ich, das bin ich“, sagte Miriam und zeigte auf ihren Körper. „Ich bin das hier!“

 

„Nein das bist du nicht“, lachte Marius.

„Ich weiß was du denkst.

Dass du dass bist. Aber du bist nicht dein Körper.

Du HAST einen Körper!“

 

„Hä?“ das war alles, was Miriam sagen konnte.

 

Marius lachte wieder.

„Ich habe gesagt dein Körper gehört dir zwar,

aber du bist nicht dein Körper.

Das bedeutet, dass dein Körper nicht das ist was du bist,

er ist das was du HAST.“

 

„So wie ein Spielzeug?“ fragte Miriam.

„Hmmm“, sagte Marius und überlegte einen Moment.

„Eher wie ein Werkzeug, mit dem man etwas gestalten kann.“

„Und was werde ich gestalten?“

„Ein Leben.“

 

„Wie gestalte ich denn mit meinem Körper ein Leben?“

wollte Miriam wissen.

 

„Indem du Erfahrungen machst“, antwortete Marius und er klang wie ein Professor von irgendeiner Universität.

 

„Was soll ich denn erfahren?“

Alles was du möchtest und wofür du einen Körper brauchst“.

 

Marius fragte sich,

ob die kleine Seele das wohl verstehen konnte.

 

„Gut“, platzte Miriam heraus,

„ dann sage ich dir, was ich jetzt gerne erleben möchte.“

 

Es ist wirklich gut,

dass Schutzengel das Schreien von Babys verstehen können, denn keiner sonst im Raum wusste, was Miriam wollte.

 

„Ich möchte es warm haben.

Mir wird nämlich schon wieder kalt! Würde mir doch bloß jemand eine Decke bringen!

Und stell dir vor:

In diesem Moment kam eine Frau mit einer kuscheligen, weichen Decke, in die sie Miriam einwickelte.

 

„Hast du das gesehen?“ rief Miriam.

„Ich musste mir nur wünschen, das jemand eine Decke bringt, schon war sie da!“

 

„Ja“, sagte Marius und kicherte.

„War das nicht toll? Genau so funktioniert es!“

 

„Was funktioniert so?“

 

„So funktioniert das Leben:

Du wünscht dir etwas … und dein Wunsch geht in Erfüllung.“

 

Miriam traute ihren Augen kaum.

„Wirklich?“ , fragte sie. „

"Und ich muss mir nur etwas wünschen …?“

 

Marius lächelte und sagte:

„Ja. Man kann sich zum Beispiel etwas wünschen,

wenn man eine Sternschnuppe sieht.

Aber man braucht eigentlich keine Sternschnuppe dafür.

Es gibt nur eine Sache,

auf die man wirklich nicht verzichten kann.“

 

„Und was ist das?“ fragte Miriam neugierig.

„Vertrauen.“

 

„Vertrauen?“

„Ja“ fuhr Marius fort.

„Du musst daran glauben.

Dass du immer alles haben wirst,

was du brauchst, und dass Gott an deiner Seite ist.“

 

Da öffnete die kleine Seele weit ihre Augen und stellte eine wirklich überraschende Frage:

 

 

„Wer ist Gott?“

 

Marius, der Schutzengel, schaute die kleine Seele an und lächelte, wie nur ein Engel lächeln kann.

 

„Nun, meine kleine Miriam“, flüsterte er sanft,

„du hast wirklich schon alles vergessen, nicht wahr?

 

Es war Gott, der dich und mich hierher gebracht hat

und alles andere hier auch.“

 

„Wirklich?“, fragte die kleine Seele.

„Aber wo ist er?

Erzähl mir mehr von ihm!“

 

Der Schutzengel lächelte wieder.

Aber gerade,

als er mit den Erklärungen über Gott beginnen wollte,

wurde Miriam hochgenommen

und jemandem in die Arme gelegt.

 

„Ooooh, das ist wunderbar!“ quiekte sie vergnügt.

„Es ist so schön, gehalten zu werden!

Es fühlt sich wie damals an, als ich noch nicht geboren war! Dieses Gefühl würde ich immer wieder erkennen.

Wie nennt man es?“

 

Marius antwortete: „Man nennt es Mama.“

 

In diesem Moment fühlte Miriam,

wie eine Hand sanft ihr Gesicht berührte

und wie ihr jemand einen Kuss auf ihr Köpfchen gab.

 

„Ooooh, was war das?“ fragte sie aufgeregt.

 

Marius antwortete: „Das war Papa.“

 

„Aber was war das für ein Gefühl?“

wollte die kleine Seele wissen.

„Dieses Gefühl würde ich immer wieder erkennen.

Wie nennt man das Gefühl, das ich hatte als Mama mich hielt und als Papa mich küsste?“

 

„Liebe“, erklärte der Engel.

„Dieses Gefühl nennt man Liebe.“

 

„Ist das schön!

 

Und was kann ich machen,

wenn ich mehr davon haben will?“

 

 

„Oh“, sagte Marius, „das ist ganz einfach.

Verschenk Liebe!“

Die kleine Seele schaute den Schutzengel fragend an.

„Wie geht das denn?“ wollte sie wissen.

„Wie soll ich das machen?

Kannst du mir sagen wie?

Weißt du das? Bitte, bitte, verrate es mir!“

Sie bettelte um eine Antwort

und schenkte dem Engel ihr schönstes Lächeln.

 

„Weißt du was so wundervoll ist?“, begann Marius.

„Du tust es schon!“ So wie du mich gerade ansiehst!

Wenn du andere so anschaust, schenkst du ihnen Liebe.

Ein Lächeln von dir, Miriam, ist ein kostbares Geschenk,

das jeden glücklich macht.“

 

Und so lächelt Miriam ihre Mama und ihren Papa an.

 

„Siehst du!“, rief Marius.

 

„Jetzt fühlen sie sich gut!“

Und damit hatte er völlig recht!

Miriams Mama und Papa waren sehr glücklich

und sie sahen Miriam liebevoll an.

 

„Schau doch nur, wenn ich ihnen ein Lächeln schenke, schenken sie mir auch eines!“, rief die kleine Seele.

 

„Ja“, sagte Marius und nickte,

das ist ein weiteres Geheimnis im Leben.

 

Was du anderen gibst,

wird dir zurückgegeben!

 

Du lernst schnell!“

 

„Das macht wirklich Spaß!“, rief Miriam.

„ Aber wie kann ich sonst noch Liebe schenken?“

 

Marius kicherte.

„Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, Liebe zu geben, dass man sie nicht einmal zählen kann.“

 

„Vielleicht kann ich ja genau das tun solange ich diesen Körper habe!“ rief die kleine Seele. „Ich könnte zum Beispiel in diesem Leben lernen, wie ich lieben kann.“

 

„Ja das könntest du“, stimmte Marius zu.

Und er dachte dass jetzt der richtige Moment gekommen sei, um der kleinen Seele beizubringen, was es heißt zu verzeihen. Denn zu vergeben ist die wunderbarste Art zu lieben.

 

Nachdem Marius ihr geholfen hatte zu verstehen, was verzeihen bedeutet, kuschelte sich Miriam in die Arme ihrer Mama und ihr Papa gab ihr viele Küsse.


Da entschloss sie sich,der Schwester die Sache

mit dem zu kalten Wasser zu verzeihen!

 

Natürlich konnte sie noch nicht sprechen

(das sollte sie erst in vielen Monaten lernen

und das ist dann eine ganz andere Geschichte)

und so fiel der kleinen Seele nur eine Sache ein, wie sie der Krankenschwester wissen lassen konnte,

das sie ihr verziehen hatte.

 

Und weißt Du wie?

 

Ganz richtig!


Sie schaute die Schwester an….


…. und schenkte ihr ein Lächeln!

 

 

 

Ist das eine wundervolle Geschichte?

 

Und jetzt kannst DU AUCH lächeln!

 

*Ich bin das Licht*

 von

>Neale Donald Walsh<

 

  Siehe auch:

  *Ein himmlischer Dialog*

von

Isabella Monti

 


 

 

Schreibe einen Kommentar:

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2

  • #1

    Lilli (Samstag, 04 Februar 2012 16:19)

    Wie immer ist es schön, hier auf Deiner wundervollen, von Liebe erfüllten Homepage liebe Manuela zu verweilen.
    ich danke Dir für Dein Sein.

    Eine liebevolle Herzensumarmung von Lilli♥

  • JimdoPro
    #2

    Manuela Gaiswinkler (Samstag, 04 Februar 2012 16:33)

    Liebste Lilli,

    ich danke DIR für deine liebevollen Worte, für dein SEIN und für deine Freundschaft!

    Schön, dass es DICH gibt! ♥

  • loading